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Operationstauglichkeit

Vor jeder Operation muss Ihre Operations- und Narkosetauglichkeit feststehen. Art und Dauer des Eingriffes und der Narkose, aber auch Ihr Gesundheitszustand, Alter und persönliche Besonderheiten spielen bei der Einschätzung der Tauglichkeit und des Gesamtrisikos eine Rolle, und da der Anästhesist, der für Sie während der Narkose verantwortlich sein wird, Sie dabei ja nicht befragen kann, braucht er alle möglichen Informationen (z. B. Medikamente, Unverträglichkeiten, eingeschränkte Funktion einzelner Organe usw.) eben schriftlich - seien Sie also bitte nicht ungeduldig, wenn die Befragung und Untersuchung Ihnen übergründlich vorkommt! Den von manchen Spitalsangestellten geäusserten Satz "Sie brauchen nur schnell ein EKG und ein paar Werte" dürfen Sie also nicht so wörtlich nehmen.

Praktisch alle operierenden Abteilungen machen die Operationsvorbereitung nicht mehr selbst (das spart Ihnen zusätzliche Spitalstage und der öffentlichen Hand Millionen) sondern schicken Sie mit einer Liste notwendiger Untersuchungsgänge zum Internisten.

Auch für die Op.- Vorbereitung bitte telefonisch anmelden. Sollte die Operation unerwartet ins Haus stehen und schon in ein wenigen Tagen sein, rufen Sie trotzdem an - es erspart Ihnen zusätzliches Warten und wir versuchen, solche Probleme rasch zu lösen.

Die Befunde für eine Op.- Tauglichkeit sollten nicht älter als ein bis zwei Wochen sein. Melden Sie sich trotzdem rechtzeitig an - wir werden den Termin so nahe wie möglich an den Operationstermin angleichen.

Andererseits: Sollten Sie gerinnungshemmende Medikamente nehmen (Marcoumar, Phenprocoumon, Sintrom...), so sollten Sie schon zehn Tage vor der Operation bei uns sein, da dann eine Umstellung auf Spritzen notwendig sein wird (siehe auch: Gerinnungskontrollen) Diese Spritzen können Sie fertig von der Apotheke beziehen und nach Einschulung bei uns täglich bis zur Operation anwenden. Auch wenn Sie wegen Herz- oder Gefässkrankheiten salicylathältige Präparate (z.B. Aspirin, Thrombo-Ass, HerzschutzAss usw...) einnehmen, müssen diese rechtzeitig abgesetzt werden.

Auch wenn Sie andere, längerfristig einzunehmende Medikamente verwenden (für Herzrhythmus, Blutdruck, Schilddrüse, aber auch Insulin oder andere Antidiabetika und vieles andere) könnten vor einer Operation Korrekturen oder Umstellungen notwendig werden, kommen Sie also auch in solchen Fällen etwa zehn Tage vor dem Eingriff und sagen Sie das auch gleich beim Anmeldungstelefonat.

Auch nach einer solchen Untersuchung erfahren Sie - wie immer bei uns - die Egebnisse in einem persönlichen Gespräch.